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Das Projekt in Kürze

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Entstehung und Philosophie des Projektes

Die Grundzüge des AgriKuuL wurden 1994-95 im Rahmen des Vorprojektes zum Gesamtprojekt Kulturlandschaft Fischenthal (GKF) entwickelt (Bosshard et al. 1996), einem der ersten Projekte, in dem die Ideen des Leitbildes "Neue Meliorationen" (KAM 1993) umzusetzen versucht wurden. Auslöser für die Erarbeitung der KulaB-Skizze war der breite Widerstand der ansässigen Landwirte gegen die vom Kanton und Bund angebotenen freiwilligen Bewirtschaftungsverträge, mit denen die Meliorationsziele im Bereich Natur & Landschaft hätten erreicht werden sollen. Die Ablehnung wurde v.a. mit den Nutzungseinschränkungen, insbesondere der Festlegung der frühesten Nutzungszeitpunkte, und dem zusätzlichen "bürokratischen Aufwand" der parzellenweisen Verträge begründet.

Neuer Ansatz

Das Pilotprojekt AgriKuuL ging aus der Überzeugung hervor, dass die Schaffung von Lebensqualität im ländlichen Raum letztlich nicht verordnet werden kann, sondern dass sie dort entsteht, wo die Bäuerinnen und Bauern selber Interesse an einem nachhaltigen und kreativen Umgang mit der Kulturlandschaft entwickeln und wieder eine persönliche Perspektive in der Ausübung der Agri-Kultur erkennen können.

Dazu braucht die Landwirtschaft auch im Bereich Natur und Landschaft wieder vermehrt eigene Handlungsfähigkeit und eigenverantwortliche Spielräume. Die Mittel des Agri-KuuL sind gezielt darauf ausgerichtet: zum Beispiel durch Zielvorgaben anstelle von Vorschriften, oder durch flexible, an den ökologischen Zusammenhängen orientierte Regelungen wie beim flexiblen Schnittzeitpunkt auf Ökowiesen.

Durch die Entwicklung eigener Projekte im Bereich des neuen Betriebszweiges Natur, Kultur und Landschaft wird die wirtschaftliche Situation der Bergbetriebe zusätzlich gestärkt (z.B.Landschaftsweg Schnebelhorn).