|
Home
Das Projekt in Kürze
Von
Menschen und Höfen
Resultate
aus der Ideenschmiede
Die Projektphilosophie
Preise und Perspektiven
Kontakt, Impressum
|
Traditionelle bäuerliche Holzzäune -
AgriKuuL weckt ein verschwundenes Kulturgut zu neuem Leben
Wie hat unsere Kulturlandschaft
ausgesehen, als es noch keine Stacheldrähte, Elektrozäune und
Flexinets gab? Holz- und Lebhäge sowie mancherorts auch Steinmauern
prägten noch im vorletzten Jahrhundert weite Landstriche der Schweiz.
Jede Gegend hatte ihre eigenen Hagtypen, abgestimmt auf das verfügbare
Material, den Verwendungszweck und die naturgegebenen Voraussetzungen.
Alle der ursprünglichen Holzzaunformen - in der Schweiz lassen sich
mindestens 8 ganz unterschiedliche Typen unterscheiden - kamen ohne Nägel
aus. Manche wurden jeden Herbst abgebrochen und konnten im Frühjahr
mit geringem Aufwand wieder aufstellt werden.
Heute gibt es die
althergebrachten Holzzäune in der Schweiz nur noch ganz vereinzelt
in ganz wenigen Gegenden der Alpen und im Jura - und im Ballenberg-Museum.
Die aufwändigeren Formen sind schon seit Jahrzehnten vollständig
verschwunden. Es gibt allerdings Regionen in Europa, wo die Holzzaunbaukunst
noch heute fester Bestandteil der Landwirtschaft ist. Im Südtirol
sind Holzzäune verschiedener Bauarten noch immer landschaftsprägend
und fehlen auf kaum einem Kalender- und Postkartenbild. Seit einigen Jahren
unterstützt die dortige Regierung einige traditionelle Bauformen
mit Kulturlandschaftsbeiträgen.
Ein Kurs vermittelte
ausstebendes Wissen
Das Projekt AgriKuuL
hat sich zum Ziel gesetzt, landschaftsprägendes bäuerliches
Kulturgut lebendig zu halten. An einem Kurs vermittelten die beiden Zaunspezialisten
Andreas Bosshard und Jürg Wildi einen Überblick über die
traditionelle Zaunbaukunst und übten mit den AgriKuuL-Bauern und
-Bäuerinnen die Erstellung von zwei Holzhagtypen, die für das
Zürcher Oberland einst typisch waren. Die AgriKuuL-Betriebe wollen
das Erlernte in den kommenden Jahren auf ihren Betrieben anwenden. Auf
den steilen Weiden lassen sie damit ein altes Landschaftselement neu aufleben,
eine faszinierende Verbindung von Kunst und Funktion, von Schönheit
und Nützlichkeit. Die Zäune werden vielen Wanderern in Zukunft
auffallen. Vielleicht mehr noch als manch andere Nutzungsformen der Landwirtschaft,
bei denen wir uns längst daran gewöhnt haben, dass sie die Landschaft
entscheidend prägen und bereichern.
Weitere Informationen
zu traditionellen bäuerlichen Holzzäunen in der Schweiz erhalten
Sie hier.
|
 |